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Die Arbeit von Walter Diesing

Mit seinem Buch „Der Himmel auf Erden“ hat Walter Diesing einen fundamentalen Grundstein gelegt für die Besonderheiten des Ortes Blankenburg und seiner Umgebung. Er fasst in seinem Buch die Bedeutung neolithischer Kultstätten in und um Blankenburg zusammen und erklärt, dass anhand natürlich entstandener und vorhandener Steinformationen hier ein Ort existiert haben muss, der Himmelsdeutungen und -orientierungen veranschaulichte.

 

Zwölf Heiligtümer (meist Felsen) bilden einen Zusammenhang zum alten Götterglauben. Die Verbindung erklärt sich durch die Namensgebung der Steinformationen. Gleichzeitig ergibt sich eine Verbindung zu den zwölf Tiersternzeichen, die am Himmel kreisen. Als markante Punkte finden sie sich in Form von Felsen auf der Erde wieder und bieten ein Abbild des Himmels. Diesing spricht von einem kulturellen Monument einmalig in Europa. Ist der Ort eine Vorstufe für die in Nebra gefundene Himmelscheibe, nur in besonderer Form und Größe? Diesing ging davon aus, dass es sich hierbei um einen gigantischen Versammlungsplatz gehandelt haben muss mit einem sehr großen Einzugsgebiet. Ein Treffpunkt, um hier zu lernen, sich auszutauschen und das Wissen weiter in die Welt zu tragen. Das lässt interessante Rückschlüsse auf die Lebensweise und das Wissen der Menschen vergangener Zeit zu.

Ein weiteres Phänomen bezieht sich auf den Mittelpunktstein. Denn wenn man die jeweiligen sich gegenüberliegenden zwölf Punkte miteinander verbindet, so treffen sie identisch an einem Mittelpunkt zusammen, was schon außergewöhnlich ist. Das weitere Besondere daran ist, dass genau an dieser Stelle ein Mittelpunktstein gefunden wurde mit einem laut Diesing megalithischen Yard von 83 cm im Durchmesser, eine gängige Maßeinheit alter Zeit.

Der Megalith von Bezingerode, als eine klare Steinsetzung und Teil der Anlage, wird auf eine Zeit vor über 6.000 Jahre datiert und ist damit älter als das auf über 5.000 Jahre alte Stonehenge. Ist es womöglich sogar denkbar, dass die Anlage von Blankenburg eine Vorstufe war für das Wissen, was bei Stonehenge angewendet wurde? Bei dem versunkenen Heiligtum von Blankenburg deutet sich ebenfalls eine Kreisformation an mit einem Ausmaß von über 20 km, aber rein natürlichen Ursprungs. Die Bedeutung dieser Anlage lassen viele Spekulationen zu.

Dieses Buch mit noch vielen weiteren Informationen zu den Kultstätten von Blankenburg bietet die Grundlage für meine fortführenden geomantischen Betrachtungen und zukünftige geführte Wanderungen zu den Heiligtümern.
 

-Kati Schlimper-
info@innen-wie-aussen.com

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